Alleingeburt

Ich möchte mich an dieser Stelle mal ganz kurz aber ganz ausdrücklich von Alleingeburten distanzieren! Ich halte das für absolut verantwortungslos! Es geht ja nicht nur um das Leben der Gebärenden, sondern auch um das des Kindes.

So romantisch auch so manch ein Bericht zur Alleingeburt klingt, es ist zu riskant!

Bitte kümmere dich rechtzeitig um eine geburtshilfliche Hebamme! Sie wird deine Wunschgeburt in sicherem Rahmen möglich machen. Ganz bestimmt! Auf Grund des Mangels musst du dich nur leider echt frühzeitig darum kümmern. Am besten sobald du weißt, dass du schwanger bist.

Auch könnte es sein, dass längere Anfahrtswege nötig sind. Aber es geht! Wie zum Beispiel hier beschrieben: Franz‘ Geburtsbericht im YouTube Vlog „Natürlich Anna“.

Wie schön durch Hebammen betreute Geburten sind, kannst du hier lesen:

Unsere Traumgeburt im Geburtshaus Düsseldorf

Ein Vater und seine zwei Hausgeburten

Das musste ich jetzt einfach mal ganz schnell loswerden.

Also hör auf dein Herz und übernimm die Verantwortung für dein Kind! Auch indem du für dich als seine Mutter Verantwortung übernimmst. Es braucht dich.

Ich wünsche dir eine gut betreute Geburt.

Alles Liebe, Claudia<3

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4 Kommentare zu „Alleingeburt

  1. Es wäre schön, wenn jede Frau ihre „Wunschgeburt“ bekommen könnte, aber es gibt dafür einfach nicht genug Hebammen, die in Geburtshäusern arbeiten, Hausgeburten oder Beleggeburten in Krankenhäusern machen. Das liegt nicht daran, dass sie es nicht gerne möchten, sondern dass es u.a. durch die absurd hohen Versicherungen für Hebammen fast unmöglich gemacht wird, selbständig zu arbeiten. Deshalb ist der Regelfall eben eine Krankenhausgeburt, bei der frau dann Glück hat wenn sie vernünftig betreut wird (von Personen, die sich bis zu dem Zeitpunkt nicht kannte) – aber nur zu häufig kommt es vor, dass die Geburtsstationen unterbesetzt sind, Frauen schlecht betreut bis allein gelassen oder zu Interventionen gedrängt werden, um den Geburtsverlauf zu beschleunigen. Es gibt leider viele viele schlimme Erfahrungen unter der Geburt. (Unter dem Stichwort Roses Revolution oder Gerechte Geburt findet man hierzu Informationen) Deswegen kann ich kann ich die Motive der Frauen gut verstehen, die alleine gebären wollen, insbesondere wenn sie bereits traumatische Erfahrungen gemacht haben. Eine sichere Geburt sollte jedoch immer durch eine Hebamme mitbegleitetet werden. Leider ist die problematische Situation in der Geburtshilfe ein politisch sträflich vernachlässigtes Thema, und daran wird sich wahrscheinlich auch unter der jetzigen Regierung wenig ändern.

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    1. Liebe Manuka.
      Danke für deinen ausführlichen Kommentar. Er ist wirklich eine gute ausführliche Ergänzung zu meinem kurzen Artikel. Unterstützenswert finde ich ja die engagierte Arbeit von motherhood eV die sich für sichere Geburtsbedingungen in Deutschland einsetzen. Einen link zum Verein gibt es unten auf jeder meiner Seiten. Trotz aller Widrigkeiten ist eine geplante Alleingeburt in meinen Augen nicht die richtige Lösung. Ausführliche Geburtsvorbereitung, vertrauen in den eigenen Körper und eine gut vorbereitete Geburtsbegleitung halte ich für den besseren Weg. Vielleicht ist auch eine Doula sinnvoll. Und, wenns in Krankenhaus gehen muss: nicht zu früh hin! Je länger man da ist, desto eher sind die Geburtshelfenden verleitet oder gezwungen (je nach Vorgaben) einzugreifen.

      Alles Liebe,
      Claudia<3

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  2. Hallo Claudia, ich stimme dir zu, dass ich selber eine Geburt mit Hebamme absolut einer Alleingeburt vorziehe. Leider ist deine Sicht auf die Dinge nur für Deutschland akkurat. In den USA zum Beispiel ist das Gesundheitssystem leider so aufgebaut, dass viele Frauen sich eine Hausgeburtshebamme schlicht nicht leisten können, weil sie die entsprechende Krankenversicherung nicht haben. Das ist aus meiner Sicht ein großes strukturelles Problem, das für die Frauen eine schwierige Entscheidung birgt. Ich möchte mir aber nicht anmaßen, den Frauen ihre Entscheidung abzusprechen — genauso wenig, wie ich anderen Frauen ihren Wunschkaiserschnitt abspreche, obwohl das für mich keine Option wäre. Herzliche Grüße, Katharina

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    1. Ja, das sind natürlich noch einmal andere Bedingungen. Noch schlimmer wird es für Frauen die nicht mal in ein Krankenhaus können, weil das Land arm ist oder Krieg herrscht.
      Dann sollte man, finde ich doch lieber zum Gebären in eine Klinik gehen, wenn man die Möglichkeit hat und diese vorher so gut es geht kennenlernen um sich mental auf die Gegebenheiten vorbereiten zu können.
      Danke für deinen Kommentar.
      Alles Liebe, Claudia<3

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